Zum Neuen Jahr 2021

Kennst Du die Geschichte von dem Kapitän, der immer auf Kurs blieb?  Dieser Kapitän der Kriegsmarine steuerte sein Schiff durch einen Sturm und entdeckte, dass sich sein Schlachtschiff auf Kollisionskurs mit einem vermeintlich großen Schiff befand. Er befahl dem sich bedrohlich nähernden Schiff per Funk, seinen Kurs um zehn Grad nach Süden zu ändern. Die Antwort kam umgehend zurück: „Ändern Sie Ihren Kurs um zehn Grad Nord.“ Verärgert setzte der Kapitän den Funkspruch ab: „Ändern Sie Ihren Kurs um zehn Grad nach Süden. Hier spricht der Kapitän! Ich bin ein Schlachtschiff!“ Die Antwort kam zurück: „Ändern Sie Ihren Kurs um zehn Grad Nord. Hier spricht der Untergefreite. Ich bin ein Leuchtturm!“

Die Geschichte erzählt von der Einstellung eines Menschen. Es ist die Einstellung, die im Leben am wichtigsten ist. Wir können uns dafür entscheiden, uns selbst um jeden Preis treu bleiben, Kurs zu halten und damit einen gewaltigen Schiffbruch zu riskieren. Oder wir können uns entscheiden, durch einen Kurswechsel eine Katastrophe zu vermeiden, indem wir mit einer gewissen Demut anerkennen, dass es einige Dinge im Leben gibt, die wir einfach nicht wissen oder verstehen.

Das vielleicht beste Vorbild für Demut, neben Christus selbst, war ein junge Mann aus Tarsus, der sich radikal von einem willensstarken Pharisäer namens Saulus zu einem treuen Diener Jesu Christi namens Paulus wandelte.

Manche glauben vielleicht, dass der Apostel Paulus wie ein gewaltiges Schlachtschiff auf See durch sein Leben gepflügt ist. Er schoss und stampfte auf seine Ziele zu und war einfach zu wichtig, um sich um diejenigen zu kümmern, die ihm im Weg standen. Offen gesagt, als er Saulus war, war es wohl auch so. Und was passierte? Er begegnete dem Auferstandenen – und das änderte alles … besonders seine Einstellung zu anderen.

Nimm Dir einen Moment Zeit, um über den Rat von Paulus (hier in einer freien Übersetzung) nachzudenken:

Seid demütig und haltet andere für besser als euch selbst. Kümmert euch nicht nur um eure eigenen Interessen, sondern nehmt auch Anteil an anderen. Philliper 2,3-4

In der Lutherübersetzung heißt das so:  Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, 4 und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.

Das ist ein Wort, dass auch gerne bei Hochzeiten vorgelesen wird, und ich finde es ist eine ganz gute Beschreibung für einen christlichen Lebensstil.

Deine eigene Einstellung könnte heute womöglich darüber entscheiden, ob jemand in Deiner Umgebung sich auf Dich oder auf die frohe Botschaft einlassen will – oder nicht? Vielleicht ist es an der Zeit, dich zurückzunehmen und etwas langsamer zu machen, anstatt ständig nur aufrecht zu stehen und sich durchzusetzen. Vielleicht wäre das eine gute Gelegenheit für Dich, Deine Herangehensweise an die Situation, die Du heute vor Dir hast, anzupassen. Bevor Du den nächsten Schritt machst oder ein weiteres Wort sagst, bitte Gott einfach um Einsicht und gute Gedanken, damit Du es mehr wie Paulus als wie Saulus machst. Denn was nützen Dir Haltung und auf Kurs bleiben, wenn Du Schiffbruch erleidest?